4. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar

So 11.12. und Mo 12.12.2022, 19.30 Uhr, Weimarhalle
Konzerteinführung um 18.45 Uhr im Flügelsaal II

Dirigent Andreas Wolf
Solistin Manuela Uhl Sopran

Detlev Glanert „Idyllium“
Franz Schubert (Instrumentierung: Detlev Glanert) „Einsamkeit“ D 620
Richard Strauss „Sinfonia Domestica” op. 53

Nach der begeisterten Aufnahme von Detlev Glanerts Oper „Caligula” in der vergangenen Saison holt die Staatskapelle Weimar die Musik des 1960 in Hamburg geborenen Komponisten nun auch auf die Konzertbühne. Eröffnet wird das Programm mit „Idyllium”, das der „selbstbewusste Traditionalist” und ebenso kraftvolle wie feinfühlige Instrumentator Glanert im Jahr 2019 als Teil seiner Serie kompositorischer Reflexionen über die Sinfonien von Johannes Brahms schrieb. Gleichermaßen überraschend neu wie herrlich vertraut klingt auch Glanerts Bearbeitung des Schubert-Liedes „Einsamkeit”, in der das dicht geflochtene Melodiengewebe des Originals besonders plastisch und facettenreich zutage tritt.

Eine Art Zwitter zwischen Sinfonie und Tondichtung ist Richard Strauss’ 1903 komponierte „Sinfonia Domestica”, in der der Komponist sein idyllisches und doch eigentlich intimes Familienleben ín Tönen abbildet und dabei dem riesigen Klangfarbentopf des spätromantischen Orchesters einmal mehr nicht widerstehen kann. Die Hauptthemen des viersätzigen Werks sind dem Mann, der Frau und dem Kind gewidmet und durchlaufen diverse häusliche Situationen – nicht ohne Aufregung und Streit, doch endend natürlich in friedvoller Gemeinsamkeit. Ob man Strauss’ Einschätzung, sein eigenes Leben sei nicht weniger interessant als etwa das Napoleons nun teilen mag oder nicht – aus Banalitäten des Alltags derart mitreißende musikalische Momente zu zaubern, das verstand keiner so wie er!

www.nationaltheater-weimar.de

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