3. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar

tschaikowsky_jung

Sonntag, 3.11. / Montag, 4.11.2019, 19.30 Uhr, ccn weimarhalle
Konzerteinführung um 18.45 Uhr im Flügelsaal 1

Dirigent: Francesco Angelico
Solist: Vadym Gluzman, Violine

Peter I. Tschaikowsky „Francesca da Rimini“. Sinfonische Fantasie nach Dante op. 32
Peter I. Tschaikowsky Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Alfredo Casella Sinfonie Nr. 1 op. 5

Alfredo Casella ist heute vor allem als Wiederentdecker Vivaldis im 20. Jahrhundert berühmt. Doch auch seine eigene Musik, in der er nach vorübergehender Wagnerbegeisterung ein Faible für die Stilistik des 17. und 18. Jahrhunderts entwickelte, ist überaus hörenswert. Sie vereint neoklassische mit modernen Stilmitteln und ist geprägt von tänzerischer Motorik und folkloristischen Melodien in farbig schillernder Instrumentation. Eine echte Entdeckung!
Tschaikowskys einziges Violinkonzert brachte seinerzeit den berühmten Kritiker Hanslick „auf die schauerliche Idee, ob es nicht auch Musikstücke geben könnte, die man stinken hört“. Ihn überforderte damals offenbar die geballte emotionale Kraft, mit der Tschaikowsky sich in wild entfesselten Solopassagen von Frust und Melancholie regelrecht freikomponierte. Neben brillanter Virtuosität nimmt das Konzert jedoch auch mit lyrischer Schönheit für sich ein. Zwischen Glückseligkeit und Höllenqualen lässt Tschaikowsky frei nach Dante auch seine Francesca da Rimini wandeln. „Ich schrieb es mit Liebe, und es ist mir geglückt.“

www.nationaltheater-weimar.de

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